Startseite / Magazin / Wissenswertes / Firewall-Erneuerung in KMU: Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Eine Firewall in einem KMU sollte in der Regel alle 4 bis 6 Jahre erneuert werden. Auslöser sind meist auslaufender Herstellersupport, gestiegene Bandbreitenanforderungen oder veränderte Sicherheitsanforderungen. Wichtig: die Erneuerung strategisch planen, nicht erst nach einem Vorfall reagieren.
Die Firewall ist eine der stillsten Komponenten Ihrer IT-Infrastruktur. Solange sie funktioniert, denkt niemand an sie – und genau das wird zum Problem. Denn eine veraltete Firewall schützt nicht mehr zuverlässig gegen aktuelle Bedrohungen, wird zum Bandbreitenengpass und läuft irgendwann ohne Sicherheitsupdates.
Für kleine und mittlere Unternehmen entsteht damit eine Situation, die planbar wäre – wenn sie geplant würde. In diesem Beitrag erfahren Sie, wann eine Firewall-Erneuerung ansteht, welche Anzeichen Sie ernst nehmen sollten und wie ein sauberer Migrationsprozess abläuft.
Firewalls haben, ähnlich wie andere aktive Netzwerkkomponenten, einen definierten Produktlebenszyklus. Hersteller geben für ihre Modelle ein sogenanntes End-of-Support-Datum vor, ab dem keine Firmware-Updates und keine Sicherheitspatches mehr veröffentlicht werden. In der Praxis liegt dieser Zeitraum meist bei 5 bis 7 Jahren ab Einführungsdatum des jeweiligen Modells.
Neben dem End-of-Support gibt es allerdings noch andere Faktoren, die das Ende des Lebenszyklus im laufenden Betrieb signalisieren. Die folgenden fünf Anzeichen sollten Sie ernst nehmen:
Bullets
Der klassische Auslöser für eine Firewall-Erneuerung ist das Erreichen des End-of-Support-Datums. Wenn keine Sicherheitspatches mehr kommen, wird jede neu entdeckte Schwachstelle zu einem dauerhaften Risiko – es gibt schlicht keinen Weg mehr, die Lücke zu schließen.
Neben dem End-of-Support gibt es aber zunehmend regulatorische Auslöser. Die europäische NIS2-Richtlinie stellt neue Anforderungen an die IT-Sicherheit vieler Unternehmen, und Cyber-Versicherungen prüfen mittlerweile sehr genau, welche Sicherheitstechnik aktuell im Einsatz ist. Wer hier veraltet unterwegs ist, riskiert im Schadensfall Deckungsprobleme.
Ein dritter Auslöser ist gewachsene Anforderung: Homeoffice, Cloud-Migrationen und der stärkere Einsatz von Video-Kommunikation lassen den Datendurchsatz steigen. Eine Firewall, die 2019 noch souverän arbeitete, kann heute zum Nadelöhr werden.
Firmen, die erst nach einem erfolgreichen Angriff über die Erneuerung nachdenken, zahlen typischerweise ein Vielfaches: die neue Firewall, die forensische Aufarbeitung, den Betriebsausfall und in vielen Fällen Reputationsschäden. Eine geplante Erneuerung ist deutlich günstiger als eine reaktive.
Der HEICON-Migrationsprozess
Wir dokumentieren die aktuelle Firewall-Konfiguration vollständig: welche Regeln greifen wo, welche VPN-Verbindungen sind eingerichtet, welche VLANs bestehen, welche externen Zugänge existieren. Ohne saubere Bestandsaufnahme geht keine Migration.
Wir klären mit Ihnen: Was hat sich seit der letzten Firewall geändert? Kommt Homeoffice dazu? Neue Standorte? Neue Cloud-Dienste? Aus dieser Diskussion entstehen die Sicherheitsanforderungen an das neue Gerät.
Auf Basis der Anforderungen wählen wir das passende Firewall-Modell aus. Als Fortinet-Silberpartner arbeiten wir vorwiegend mit dieser Produktlinie, sind aber offen für andere Hersteller, wenn diese für Ihre Situation besser passen. Sie erhalten ein transparentes Angebot inklusive Wartungsvertrag.
Bevor die alte Firewall abgeschaltet wird, konfigurieren wir die neue parallel und testen alle wichtigen Regelwerke. Das minimiert das Risiko eines längeren Ausfalls beim Umschalten.
Die eigentliche Umschaltung planen wir in einem Wartungsfenster außerhalb Ihrer Geschäftszeiten. Nach erfolgreicher Migration übergeben wir die Dokumentation und richten die laufende Betreuung ein.
Bei aller Sorgfalt in der Migration gibt es typische Stolperfallen, die uns in der Praxis regelmäßig begegnen. Der wichtigste Fehler: die Firewall wird ausgetauscht, aber das Regelwerk der Vorgänger-Firewall wird 1:1 übernommen – inklusive aller über die Jahre aufgesammelten Altlasten. Das ist eine verpasste Chance.
Der zweite häufige Fehler ist die Unterdimensionierung. Wer die neue Firewall genauso auslegt wie die alte, hat in 12 bis 24 Monaten wieder ein Bandbreitenproblem. Der Aufwand für eine größere Auslegung ist meist geringer als das Nach-Skalieren.
Und drittens: fehlende Testphase vor der Umschaltung. Wer die neue Firewall live gehen lässt, ohne die kritischen Regelwerke im Vorfeld getestet zu haben, riskiert einen längeren Ausfall im Umschaltmoment.
Vom Erstgespräch bis zur Übergabe: bei einer typischen KMU-Größe (bis 50 Arbeitsplätze) rechnen wir mit 4 bis 8 Wochen, wovon die reine Umschaltung nur wenige Stunden in Anspruch nimmt.
Die Kosten hängen stark von Durchsatzanforderung, Anzahl der Standorte und gewünschten Features ab. Nach einem Erstgespräch und einer Ist-Aufnahme können wir ein konkretes Angebot erstellen.
Die Hardware wird entweder fachgerecht entsorgt oder, bei geringem Alter, für Test- oder Reserveumgebungen weiterverwendet. Wir kümmern uns auf Wunsch um die datenschutzkonforme Entsorgung inklusive Dokumentation.
Bei sauberer Vorbereitung und Test-Konfiguration reduziert sich der Umschaltausfall auf wenige Minuten bis maximal eine Stunde. Wir planen die Umschaltung immer außerhalb Ihrer Geschäftszeiten.
Lassen Sie uns über eine Bestandsaufnahme sprechen. Wir prüfen den aktuellen Zustand Ihrer Firewall und zeigen auf, wann und wie eine Erneuerung sinnvoll wäre – unverbindlich und ohne Kosten.
Bestandsaufnahme anfragenEigentümergeführt seit Gründung.
Aus Korneuburg
für NÖ.
200+ zufriedene
Kunden.